Deutscher Elternverein e.V.

Aktuelle Pressemitteilungen des Deutschen Elternvereins:

Falsche Entscheidung der Ministerpräsidenten - Pressemitteilung vom 30.3.2006

Klassisch schreiben heißt richtig schreiben - Pressemitteilung vom 14.3.2006


Deutscher Elternverein e.V.
Presse-Info - aktuell 
30.3.2006


Der Vorsitzende des Bundesvorstands
DEV - Presse-Info - aktuell

Pressemitteilung v. 30.3.2006

Kiel / Heikendorf

Gegen die Kinder
Gegen die Mehrheit der Bevölkerung

Zur Rechtschreib - Entscheidung der Ministerpräsidenten

"Gegen die Kinder und gegen die überwältigende Mehrheit der 
Bevölkerung gerichtet, und von der Sache her von Grund auf 
falsch," nannte Ulrich Kliegis (52), Vorsitzender des 
Deutschen Elternvereins e.V., und Vater zweier 
schulpflichtiger Söhne, heute in Kiel die Entscheidung der 
Ministerpräsidentenkonferenz, die selbst von den 
Kultusministern mit kritischen Äußerungen bewerteten 
Empfehlungen des Rates für deutsche Rechtschreibung vom 1. 
August an an den Schulen verbindlich werden zu lassen. 

Mit der Feststellung, "Die Ministerpräsidenten haben die 
Chance verpaßt, dem Rechtschreibfrieden an den Schulen 
und in der Gesellschaft eine Chance zu geben. Ihre 
Entscheidung ist unklug und schadet der Kultur des Landes." 
schloß Kliegis seine Stellungnahme. 

Der Deutsche Elternverein wird seine vor wenigen Tagen 
begonnene bundesweite Unterschriftenaktion unter dem 
Motto 'Klassisch schreiben heißt richtig schreiben  intensiv
fortsetzen. 

Die Forderung des Deutschen Elternvereins, 
 "Der Gebrauch klassischer Schreibweisen darf an den 
Schulen nicht länger als fehlerhaft diskriminiert werden.",
bekräftigte Kliegis heute noch einmal. 

Unterschriftenblätter und alle Informationen zu der Aktion 
gibt es im Internet auf der Webseite des Elternvereins: 
http://www.DeutscherElternverein.de 

Ziel der Aktion ist es, der klassischen Rechtschreibung wieder 
den ihr gebührenden Platz an unseren Schulen zu 
verschaffen. 

Im Deutschen Elternverein e.V. werden die Interessen der 
Landeselternvereine, die in vielen Bundesländern als 
schulartübergreifende Interessenvertretung der Eltern aktiv sind,
gemeinsam vertreten. Alle Eltern, denen an der gemeinsamen
bildungspolitischen Vertretung der Elterninteressen gelegen ist, sind
eingeladen, in ihrem jeweiligen Landeselternverein Mitglied zu werden
und dort entsprechend ihren Möglichkeiten mitzuarbeiten. Deutscher
Elternverein e.V.

Geschäftsstelle des Bundesvorstands
Konsul-Lieder-Allee 36
24226 Heikendorf

Tel. 0431 - 331144
Fax: 0431 331146

V.i.S.d.P.: Dr.Ulrich G. Kliegis
Vorsitzender des Bundesvorstands
Anschrift: wie oben

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Presse-Info - aktuell 
14.3.2006





Deutscher Elternverein e.V.
Der Vorsitzende des Bundesvorstands


Pressemitteilung v. 14.3.2006

Kiel / Heikendorf
Bundesweite Unterschriftensammlung unter dem Motto:
"Klassisch schreiben heißt richtig schreiben.
Das muß auch an unseren Schulen so bleiben!"

Günter Grass unterstützt die Initiative des Deutschen 
Elternvereins.  Der deutsche Literaturnobelpreisträger 
unterzeichnete den Aufruf als erster.

"Der Gebrauch klassischer Schreibweisen darf an den 
Schulen nicht länger als fehlerhaft diskriminiert werden." 

Diese Forderung des Deutschen Elternvereins bekräftigte 
U.Kliegis, Vorsitzender des Deutschen Elternvereins, heute in 
Kiel vor der Presse. 

Er stellte die ab sofort und zunächst unbefristet laufende 
Unterschriftensammlung des Vereins vor. 

Unterschriftformulare und alle Informationen zu der Aktion 
gibt es im Internet auf der Webseite des Elternvereins: 
http://www.DeutscherElternverein.de 

Ziel der Aktion ist es, der klassischen Rechtschreibung wieder 
den ihr gebührenden Platz an unseren Schulen zu 
verschaffen. Kliegis verglich die Rechtschreibreform mit dem 
Bau des Brutreaktors in Kalkar, der von der Politik beendet 
wurde, als klar war, daß das Projekt nicht mehr zu 
verwirklichen war. "Wir warten darauf, daß die 
Bildungspolitiker einfach nur zugeben, daß sie sich geirrt 
haben, und dann entsprechend handeln", sagte Kliegis.

"Die Schülerinnen und Schüler sind von einer unheiligen 
Allianz aus Kultusministern und Verlagen jahrelang als 
Geiseln zur Durchsetzung einer unausgegorenen und 
schlecht gemachten Reform mißbraucht worden. Sie lesen 
selbst in ihren Lehrbüchern klassische Schreibweisen, 
erfahren dann aber im Deutschunterricht, daß ihre Lehrbücher 
voller Fehler sind. Das ist unpädagogisch und kinderfeindlich, 
um es vorsichtig zu formulieren.  Die Kinder können diesen 
Widerspruch nicht auflösen, er führt zu psychischen 
Belastungen und Lernschwächen. Das ist unnötiges Leid. 
Auch die neueste Version des Regelwerks steckt voller 
Ungereimtheiten und Mehrdeutigkeiten. Sie gibt den 
Schülerinnen und Schülern keine Leitstruktur zum Erlernen 
der Rechtschreibung, sondern schickt sie in einen Irrgarten 
von Möglichkeiten, die alle mehr nach flüchtigem 
Abstimmungsergebnis als nach dem Resultat einer 
sachlichen Diskussion aussehen. Das Regelwerk ist und 
bleibt schlecht, unfertig, und für den menschlichen Gebrauch  
nicht geeignet. 

Die klassische Rechtschreibung lebt hingegen bestens fort - 
sie darf jetzt aber schlicht und einfach an unseren Schulen 
nicht mehr als ‚falsch' oder ‚überholt' diskriminiert werden. - 
Erst, wenn die Kultusminister alle Erlasse hierzu  
zurückgezogen haben werden und die klassische 
Rechtschreibung auch im Unterricht wieder gelehrt wird, wird 
Rechtschreibfrieden an den Schulen einkehren, vorher nicht. 
Das wird unsere bundesweite Unterschriftensammlung 
beweisen. Der Unmut in der Bevölkerung über das 
verantwortungslose Rumspielen der Bildungsminister mit der 
Schriftsprache ist ungebrochen. 

Wenn die Ministerpräsidenten es wollen, können sie den 
Rechtschreibfrieden mit einem Federstrich wiederherstellen."

"Auch die Präsidentin der KMK möchte einen 
Rechtschreibfrieden. Das ist zu begrüßen. Einseitige 
Friedenserklärungen, so unangebracht der Begriff hier auch 
ist, haben allerdings selten Tragkraft. Der Deutsche 
Elternverein als unabhängige, schulartübergreifende 
Interessensvertretung der Eltern in der Bildungspolitik hat 
seine Position dargestellt und weiß die Mehrheit der 
Deutschen dabei hinter sich. Je eher unsere Kinder an den 
Schulen wieder ungestört Rechtschreibung lernen können, 
umso besser. Handeln Sie jetzt!", rief Kliegis den 
Bildungspolitikern abschließend zu.

Im Deutschen Elternverein e.V. werden die Interessen der 
Landeselternvereine, die in vielen Bundesländern als 
schulartübergreifende Interessenvertretung der Eltern aktiv sind, 
gemeinsam vertreten. Alle Eltern, denen an der gemeinsamen 
bildungspolitischen Vertretung der Elterninteressen gelegen ist, 
sind eingeladen, in ihrem jeweiligen Landeselternverein Mitglied zu 
werden und dort entsprechend ihren Möglichkeiten mitzuarbeiten.


Deutscher Elternverein e.V.
Geschäftsstelle des Bundesvorstands
Konsul-Lieder-Allee 36
24226 Heikendorf

Tel. 0431 - 331144
Fax: 0431 331146

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